„Occupy Frankfurt“ Demonstration am 22. Oktober 2011 vor der Zentrale der Deutschen Bank. Source: Wikipedia
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„We are the 99%!“ – Die deutsche Occupy-Bewegung

Ein kalter Wintermorgen in Frankfurt am Main, eisiger Wind weht zwischen den Hochhäusern . Hohe Wolkenkratzer sind ein seltener Anblick in deutschen Städten. Auch deshalb ist Frankfurt eine Besonderheit . Die Stadt am Ufer des Flusses Main ist das Finanzzentrum Deutschlands. Was die City of London für die Engländer ist, sind für die Deutschen diese Hochhäuser im Zentrum Frankfurts. Nebenan sitzt die Deutsche Börse, in den Hochhäusern befinden sich die Zentralen vieler Banken. Und zwischen ihnen liegt das größte Camp der deutschen Occupy -Bewegung.

Seit dem 15. Oktober 2011 besetzen Demonstranten einen kleinen Park vor dem Eurotower, dem Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB). Unter dem großen Euro-Zeichen, dem Symbol der gemeinsamen Währung des Kontinents , haben sie ihre Zelte aufgebaut. Vorbild der deutschen Demonstranten ist die Bewegung Occupy Wall Street . Und wie die amerikanischen Demonstranten im Finanzzentrum New Yorks protestieren sie gegen soziale Ungerechtigkeit.

Auf der ganzen Welt gingen Menschen 2011 unter dem Motto „We are the 99%!“ auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Zuständen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kund zu tun. Sie protestierten dagegen, dass die Entscheidungen einiger weniger Privilegierter das Leben von so vielen anderen Menschen bestimmen. In Deutschland entstanden mehrere Zelt-Camps, die beiden wichtigsten waren das von Occupy Frankfurt und das von Occupy Berlin , in der Nähe des Regierungsviertels in der deutschen Hauptstadt.

Zu Beginn fanden diese Proteste auch in Deutschland einen großen Anklang in Bevölkerung und Medien. Doch dann kamen der Winter und die Kälte. Aus den deutschen Medien ist das Thema Occupy in den ersten Monaten des Jahres 2012 fast vollkommen verschwunden. Das Interesse der breiten Öffentlichkeit hat nachgelassen . Am 9. Januar räumte die Polizei das Camp von Occupy Berlin . Die letzten Demonstranten verließen friedlich das Gelände. Schon vor Weihnachten war das Gas zum Heizen knapp geworden, Strom gab es auch nicht. Ronny, ein junger  Demonstrant, erzählt : „Mein iPhone musste ich zum Aufladen den Arbeitern auf der Baustelle nebenan geben.“ Ohne gemeinsames Camp fällt es den Anhängern von Occupy Berlin nun schwer , sich regelmäßig zu einer großen Versammlung mit vielen Menschen zu treffen.

In Frankfurt ist das anders. Dort hat man sich mit Isolationsmaterial, Heizöfen, vielen Decken und Schlafsäcken gegen die Kälte des Winters gerüstet. Es herrscht auch an kalten Wintermorgenden ein reges Treiben zwischen den Zelten von Occupy Frankfurt . Die Menschen im Camp haben sich in Arbeitsgruppen aufgeteilt. Die einen sind für das Essen zuständig , die anderen kümmern sich um die Stromversorgung im Camp. Wieder andere arbeiten in kleinen Gruppen an Vorschlägen für ein neues, gerechteres Finanzsystem.

Der Winter ist noch lang. Die Camps von Occupy Wall Street und Occupy Berlin gibt es nicht mehr. Auch den Demonstranten von Occupy London vor der St. Paul’s Cathedral droht die Räumung. Im Schatten der EZB stehen noch immer die Zelte von Occupy Frankfurt , die Menschen dort demonstrieren für eine bessere Zukunft. Sie ist ungewiss.

„We are the 99%!“ – Die deutsche Occupy-Bewegung

Es ist ein kalter Morgen im Winter in Frankfurt am Main. Zwischen den Hochhäusern weht der Wind eiskalt. Sehr hohe Häuser sind selten in deutschen Städten. Daher ist Frankfurt sehr speziell. Die Stadt liegt am Fluss Main. Sie ist das finanzielle Zentrum von Deutschland. Diese Hochhäuser im Zentrum von Frankfurt sind für die Deutschen wie die City von London für die Engländer. In den Hochhäusern sind viele Zentralen von Banken und direkt daneben ist die Deutsche Börse. Dazwischen ist das größte Camp der deutschen Occupy -Bewegung. Die Demonstranten besetzen seit dem 15. Oktober 2011 einen kleinen Park vor dem Eurotower. Das ist der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Demonstranten haben ihre Zelte unter dem großen Euro-Zeichen aufgebaut. Das ist das Symbol der gemeinsamen Währung auf dem europäischen Kontinent. Occupy Wall Street ist das Modell für die deutschen Demonstranten. Sie protestieren gegen soziale Ungerechtigkeit wie die amerikanischen Demonstranten im finanziellen Zentrum New York.

2011 war das Motto der Menschen auf den Straßen überall „We are the 99%!“. Sie haben dort demonstriert: Wir sind nicht zufrieden mit der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft heute. Sie protestieren gegen die wenigen Privilegierten. Diese entscheiden über die meisten Menschen. In Deutschland gibt es jetzt mehrere Zelt-Camps. Es gibt Occupy Frankfurt und Occupy Berlin nahe der Regierung in der deutschen Hauptstadt.

Die Menschen und die Medien in Deutschland haben die Proteste zu Beginn gut gefunden. Dann ist der Winter und mit ihm die Kälte gekommen. In den ersten Monaten im Jahr 2012 war das Thema Occupy nicht mehr in den deutschen Medien. Die meisten Menschen haben kein Interesse mehr daran. Am 9. Januar ist die Polizei in das Camp von Occupy Berlin gekommen und hat gesagt: Ihr müsst gehen. Die Demonstranten sind dann friedlich gegangen. Schon vor Weihnachten hatten sie kaum Gas zum warm halten. Auch die Elektrizität war nicht mehr da. Ronny ist ein junger Demonstrant. Er sagt: „Ich musste mein iPhone zum Aufladen den Arbeitern nebenan geben“. Sie haben jetzt kein gemeinsames Camp. Es ist schwer für Occupy Berlin . Nicht oft können alle zusammen kommen.

In Frankfurt ist das anders. Man hat viel gegen die Kälte im Winter präpariert: Material für die Isolation, Heizöfen, viele Decken und Schlafsäcke. Viele sind sind auch an einem kalten Morgen im Winter zwischen den Zelten von Occupy Frankfurt . Die Menschen im Camp arbeiten in Gruppen. Die einen machen Essen, die anderen sorgen für Elektrizität im Camp. Andere diskutieren in kleinen Gruppen Ideen für ein neues und gerechtes Finanzsystem.

Der Winter ist noch lang. Die Camps von Occupy Wall Street und Occupy Berlin sind nicht mehr da. Auch die Demonstranten von Occupy London haben Angst: vielleicht müssen sie bald von St Paul’s Cathedral weg gehen. Die Zelte von Occupy Frankfurt stehen immer noch im Schatten der Europäischen Zentralbank. Die Menschen dort demonstrieren für eine bessere Zukunft. Die Zukunft ist nicht sicher.