Musik Festivals in Deutschland

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Hallo, wir sind „I Heart Sharks“. Wir sind eine Band aus Berlin. Ehm...wir machen eine Mischung aus so deutscher elektronischer Musik und britischer Popmusik. Besonders an Deutschland oder an deutscher Musik ist, es gibt hier viele Bands, die ihre Musik so rein am Rechner produzieren. Wie zum Beispiel „Modeselektor", die auch dafür, glaube ich, in der Welt bekannt geworden sind, dass sie so rein elektronisch produzieren. Das Besondere an deutschen Festivals ist halt diese elektronische Seite von Musik in Deutschland, die in den Siebzigern mit Kraftwerk angefangen hat und in den Neunzigern in Berlin mit der ganze Technoszene dann weiter gegangen ist. Und das findet ein sehr... die spielen in Deutschland auf sehr großen Bühnen, im Vergleich zu anderen Festivals, wo du vielleicht so einen Rock Act oder sowas hast, dann kannst du halt einen DJ oder sehr laute, elektronische Musik auf einer großen Bühne hören in Deutschland. Und das ist, glaube ich, ziemlich besonders. Es gibt viele Festivals in Deutschland, die wir auch noch nicht gespielt haben, die uns auch interessieren. Es gibt so das „Southside“ und das „Hurricane“, und die teilen so das gleiche Line Up. Und das sind auch sehr internationale Bands, die dort spielen. Und es sind sehr, sehr große Festivals. Sehr interessante Festivals. Es gibt „Rock am Ring“ und „Rock am Park“ nach demselben Prinzip. Dasselbe Line Up. Die tauschen dann am Freitag und Samstag. Da spielen ab und zu mal „Rammstein" als Headliner oder sehr deutsche Bands. Ansonsten, wir waren so viel unterwegs, dass ich auch nie Zeit hatte, so alleine zum Spaß auf ein Festival zu gehen. Bis auf die „Fusion“, auf der ich in meinen ersten Jahren in Berlin ein paar Mal war. Das ist ein so reines elektronisches Festival mit - gut es gibt ein paar Live Acts - aber das meiste sind DJs oder Laptop DJs, die dann live spielen. Sehr Techno und elektronisch. Es gibt auch ein Festival in Berlin, die „Club Transmediale“, wo solche Künstler sehr viel spielen, und das zur Schau stellen. Ich bin Jan Rohlf, ich bin einer der Macher vom CTM Festival hier in Berlin. Und ich bin Oliver Baurhenn, und der Kollege von Jan Rohlf, und der zweite Festivalleiter des CTM. CTM Festival ist ein Musik Festival in erster Linie, aber ich glaube was uns unterscheidet von anderen Festivals ist, dass wir versuchen, Musik über das rein Musikalische hinauszudenken. Also wie Musik mit Gesellschaft, Politik, Ökonomie sich verschränkt. Und wie es auch in anderen Kunstformen, wie da die Musik wieder auftaucht und wie sie im Dialog steht mit Film, Bildender Kunst, Computer Games, und so weiter und so fort. Natürlich beobachten wir, was so passiert in der Welt, und versuchen schon dem Anspruch auch zu genügen, dass ein Festival sozusagen abbilden soll, was gerade passiert. Aber eben nicht nur. Wir wollen auch so ganz eklektische, persönliche Linien durchs Festival ziehen und wir wollen auch Vergangenes mit Gegenwärtigem zusammenbringen. Wir wollen auch so ein bisschen historische Perspektive rein bringen. Und da suchen wir so ne Mischung. Ich denke, was uns besonders macht ist natürlich diese Kontextualisierung, die wir betreiben. Also Musik ist nicht nur là pour là sondern steht immer in einem größerem Kontext. Und sei es ein Gesamtgesellschaftlicher. Und es geht uns natürlich auch um eine ziemliche Mischung des Publikums. Also die Idee ist natürlich immer, dass man zu uns kommt und man ist vielleicht nur interessiert an einer bestimmten Richtung von Musik, aber wir schaffen es, dass du sozusagen auch was anderes siehst und dann denkst: „Wow, das wusste ich nicht, dass mir das gefallen kann”. Also die Idee ist, dass man als Besucher uns verlässt und sagt, „Da habe ich jetzt wirklich neue Perspektiven bekommen”. Ja, dass man den Leuten nicht das gibt, was sie erwarten. Das ist natürlich schon unser Ziel, das wir haben. Und man muss vielleicht noch dazu sagen, das klingt jetzt alles ein bisschen konzeptuell, aber es ist natürlich trotzdem erst mal eine Erfahrung, die man macht, ja. Wie Musik generell natürlich sehr stark einfach auf Erleben ausgerichtet ist. So es macht Spaß, ja in erster Linie. Aber wir schalten eben noch so einen zweiten Schritt nach. Wenn man den gehen will, dann kann man den gehen. Und kann man auch noch ein bisschen darüber nachdenken. Es gibt die Outdoor Festivals im Sommer. Natürlich sehr stark hier in Deutschland und auch sehr groß rund um Berlin. Also sei es das „Melt”, die „Fusion” oder auch kleinere Festivals, die ganz spannend sind, wie „Nation of Gondawana“. Die Indoor Festivals, davon gibt’s natürlich nicht so wahnsinnig viele, aber ich denke, was jetzt gerade ganz spannend ist, ist das „Cynet Art Festival” in Dresden. Was immer im November stattfindet und sich eben auch mit der Verbindung aus Musik, neuen Technologien und Motion-Tracking oder der Körper, auch eben in Verhältnis zu Musik und Bild, sich damit beschäftigen, also mit dieser Trias.

Deutschland hat seinen Besucherinnen und Besuchern einiges zu bieten, vor allem wenn es um Musik geht. Große etablierte Rock Festivals, aber auch kleinere Independent Festivals locken die Fans aus aller Welt. Die Pop Band „I Heart Sharks“ waren auf vielen Festivals dabei und erzählen Euch von dem ganz besonderen Spirit deutscher Festivals. Ein Festival ganz besonderer Art ist mit Sicherheit das CTM Festival (die ehemalige Club Transmediale), das jedes Jahr in Berlin stattfindet. Zwei von den drei Leitern, Jan und Oli erklären, worum es in Berlin gehen soll.

Für mehr Info zum Thema:  The German National Tourist Board