Jugendporträt – Steve

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Ich nenne mich Steve Luxemburg, bin 19 Jahre alt, Musiker und studiere an der HBK Braunschweig Freie Kunst. Ich habe schon gesungen, bevor ich angefangen habe zu sprechen. Meine erste Fotokamera hat mir meine Großmutter geschenkt als ich 5 Jahre alt war. Meine erste Videokamera mit 10. Die Musik, der Gesang und das Klavier haben mich durch meine Kindheit begleitet. Zumeist in einem intimen und privaten Rahmen. Mit 14 habe ich dann meine erste Band gegründet. Ich habe nie entschieden, ich muss oder werde jetzt künstlerisch arbeiten. Ich hatte immer eine grundsätzliche Dringlichkeit, meine Gedanken und Emotionen auszudrücken. Musik ist der momentan wichtigste Teil meines kreativen Schaffens, in den ich alles einfließen lasse, was mich bewegt, berührt, in Freude oder in Angst versetzt. In gewisser Weise lebe ich für die Musik und mit ihr, da ich mich in dauerhafter Auseinandersetzung mit ihr befinde. Wenn ich Melodien oder Texte schreibe, entstehen Bilder die ich fotografisch oder filmisch umsetzen möchte. Fotografie ist für mich Nostalgie, Melancholie, Erinnerung und Momente einfangen. Beim Film fließt das alles zusammen. Das Bild, die Menschen, die Orte und die Musik. Kunst wühlt mich auf, beruhigt mich, befreit mich, ist Therapie und Genuss zugleich. In allem was ich tue, setze ich mich größtenteils mit mir selbst auseinander. Bei meinen Arbeiten, handelt es sich um eine besondere Art des Tagebuchs. Häufig sind es Kleinigkeiten, Details die mich beeindrucken. Ein Satz, einer mir wichtigen Person. Bestimmte Stimmungen an einem Ort, Geräusche, oder Namen. Verknüpft miteinander entsteht eine Geschichte, die ich manchmal erzähle wie in meinen Songs, die aber auch, wie in meinen Fotografien, verborgen bleibt. Ich sehe die Welt um mich herum als Raum, in dem ich nach Zielen suche, in den und aus dem ich immer wieder flüchte, wenn es in mir zu laut oder zu leise wird. Am wichtigsten sind mir Träume, Ehrlichkeit, Spontanität, Mut. Das Nachhausekommen, Liebe, Selbstreflektion und Selbstkritik. Ich habe Angst vor plötzlichen Enden, Undurchschaubarkeit, vor unangenehmen Dingen, dem Alt werden und dem nicht mehr Zurück können. Das wichtigste ist mir, das Streben nach Zufriedenheit und der Versuch der Selbstverwirklichung.

Steve ist 19 Jahre alt und studiert seit drei Jahren freie Kunst an der Hochschule in Braunschweig. Neben Film, Theater und Fotografie liebt und lebt er seit klein auf die Musik. Mit 13 hat er seine erste Band gegründet, sich über die letzten Jahre in verschiedensten Musikstilen probiert und sieht sich inzwischen als Singer/Songwriter – für ihn der Überbegriff für eine einzelne musizierende Person. Fast schon rastlos arbeitet er schnell und intensiv und ist ständig dabei Neues zu kreiren. Die Kunst ist, was ihn bewegt und berührt, ihn in Freude und/oder Angst versetzen kann. Er möchte Menschen ansprechen, die auf der Suche sind nach Antworten auf Fragen von kleinen und großen Problemen. Menschen, die ebenfalls so wie er diese Antworten, Gefühle und Erzählungen aus neuen Blickwinkeln betrachten wollen. Sein Traum ist es, in Zukunft von der Kunst leben zu können, als Filmemacher, Musiker und Fotograf. Hat er Angst davor zu scheitern? In der Masse der Künstler unterzugehen?

Gefilmt von Odyssee Films